Hier finden Sie eine nützliche Übersicht mit 10 praktischen Tipps für eine sorgenfreie Reise nach Deutschland, beginnend mit dem Wichtigsten:
1. Die deutsche Umweltplakette
Was das ist: Viele Städte im Ruhrgebiet (wie Essen, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Gelsenkirchen) haben eine Umweltzone. Man darf nur dann in diese Städte hineinfahren, wenn das Auto mit einer grünen Umweltplakette versehen ist.
Bezugsquellen: Bestellen Sie ihn im Voraus online über offizielle Stellen wie den ANWB, TÜV oder Dekra. Erledigen Sie dies rechtzeitig (rechnen Sie mit einer Versanddauer von einigen Tagen bis zu einer Woche). Kaufen Sie es lieber nicht über dubiose Websites, die zusätzliche Bearbeitungsgebühren verlangen.
Bußgeld: Wenn Sie ohne Plakette (oder mit einer abgelaufenen gelben/roten Plakette) in eine Umweltzone einfahren, riskieren Sie ein Bußgeld in Höhe von 100 €.
Bitte beachten Sie: Auf den Autobahnen, die durch die Städte führen oder an ihnen vorbeiführen, benötigen Sie keine Vignette; sobald Sie jedoch die Ausfahrt nehmen und in die Stadt hineinfahren, ist die Vignette vorgeschrieben.

2. In Deutschland vorgeschriebene Ausrüstung für das Auto
Achte darauf, dass du neben deinem Warndreieck und einem Satz Warnwesten (in manchen Situationen für jeden Insassen vorgeschrieben, mindestens eine ist auf jeden Fall vorgeschrieben) auch einen zugelassenen Erste-Hilfe-Kasten im Auto hast. Dieser muss der Norm DIN 13164 entsprechen und darf nicht abgelaufen sein. Überprüfen Sie dies im Voraus!
3. Geschwindigkeit und das „Fahrverbot“ für Linksverkehr
Auf der deutschen Autobahn gibt es an vielen Stellen keine allgemeine Höchstgeschwindigkeit (oft gilt eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h), auf immer mehr Strecken jedoch schon (achten Sie unbedingt auf die Schilder).
Halten Sie sich nicht unnötig auf der linken oder mittleren Fahrspur auf; das Überholen auf der rechten Seite ist strengstens verboten und wird hart bestraft.
4. Bargeld ist nach wie vor König (Nur Bar)
Obwohl man in Städten an immer mehr Orten mit Karte bezahlen kann, ist Deutschland in Bezug auf Zahlungsmethoden deutlich konservativer als die Niederlande. Nehmen Sie immer ausreichend Bargeld in Euro mit. In vielen Bäckereien, kleinen Cafés, an Parkautomaten und in traditionellen Biergärten kann man nach wie vor nicht oder erst ab einem bestimmten Betrag mit EC-Karte oder Kreditkarte bezahlen.
5. Parken und die Parkscheibe
Stößt du auf eine blaue Zone oder einen Parkplatz, an dem ein Schild mit einer Parkscheibe steht? Dann besorge dir eine europäische blaue Parkscheibe gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legst.
Wichtiges Detail: Stellen Sie den Zeiger der Parkuhr nach Ihrer Ankunft immer auf die nächste volle oder halbe Stunde ein. (Wenn Sie um 14:15 Uhr ankommen, stellen Sie die Parkuhr auf 14:30 Uhr ein.) Wenn Sie dies vergessen, erhalten Sie schnell einen Strafzettel.
6. Bahnreisen mit dem Deutschlandticket
Möchtest du das Ruhrgebiet lieber mit dem Zug erkunden? Dann ist das Deutschlandticket (D-Ticket) ein absolutes Muss. Für einen festen monatlichen Betrag kannst du unbegrenzt durch ganz Deutschland mit allen Regionalbussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Regionalzügen (RE und RB) fahren. Ideal für Tagesausflüge beispielsweise zwischen Düsseldorf, Duisburg, Essen und Dortmund.
7. Geschäfte sind sonntags geschlossen (Ladenschluss)
In Deutschland sind die Geschäfte sonntags oft geschlossen. Einkaufen am Sonntag ist dann nur an Orten mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, wie beispielsweise an großen Bahnhöfen (z. B. am Hauptbahnhof Düsseldorf oder Köln). Planen Sie Ihre Wochenend-Einkäufe oder Souvenir-Einkäufe daher am besten für den Samstag ein! Gelegentlich gibt es verkaufsoffene Sonntage. Eine aktuelle Übersicht dazu finden Sie auf dieser Website: Übersicht über verkaufsoffene Sonntage.
8. Pfand auf Flaschen und Dosen (Pfand)
Werfen Sie Plastikflaschen und Getränkedosen nicht einfach weg. In Deutschland wird auf fast jede Plastikflasche und jede Dose ein Pfand erhoben, meist zwischen 0,08 € und 0,25 €. Sie können sie an einem Pfandautomaten in jedem beliebigen Supermarkt abgeben und erhalten dafür einen Beleg, den Sie an der Kasse einlösen oder verrechnen lassen können.
9. Fahrradfreundlichkeit und der Radschnellweg (RS1)
Das Ruhrgebiet hat im Bereich des Radverkehrs eine enorme Wandlung durchlaufen. So gibt es beispielsweise den RS1 (Radschnellweg Ruhr), einen breiten Radweg, der ehemalige Bahnstrecken miteinander verbindet. Es ist fantastisch, sich für einen Tag ein E-Bike zu mieten und auf solchen Routen das industrielle Erbe (wie das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein) zu entdecken.
10. Dashcams: Beachten Sie die Datenschutzbestimmungen
Die Verwendung einer Dashcam im Auto ist in Deutschland erlaubt, aber die Datenschutzbestimmungen (DSGVO) sind sehr streng. Man darf Aufnahmen nicht kontinuierlich speichern oder einfach so in sozialen Medien oder auf YouTube veröffentlichen (es sei denn, man verpixelt alle Kennzeichen und Gesichter vollständig). Viele Dashcams verfügen über eine „Loop-Funktion“, die bei einem Vorfall nur die letzten Minuten aufzeichnet; dies wird im Allgemeinen als Beweismittel akzeptiert.